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1995 · Filmreview

Rumble in the Bronx

1. Inhalt Rumble in the Bronx spielt im New York der 90er Jahre. Keung (Jackie Chan) kommt zu der Hochzeit seines Onkels Bill (Bill Tung) aus Hongkong zu Besuch. Sein Onkel hat einen kleinen Supermarkt in der Bronx und ist gerade dabei

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Cover zu Rumble in the Bronx
Bild: IMDb-Filmplakat

1. Inhalt

Rumble in the Bronx spielt im New York der 90er Jahre. Keung (Jackie Chan) kommt zu der Hochzeit seines Onkels Bill (Bill Tung) aus Hongkong zu Besuch. Sein Onkel hat einen kleinen Supermarkt in der Bronx und ist gerade dabei ihn zu verkaufen. Als sein Onkel auf Hochzeitsreise ist, hilft Keung der neuen Eigentümerin im Laden und freundet sich dabei mit ihr an.

Rumble in the Bronx 2
Jackie legt sich mit Rockergruppe an

Allerdings legt er sich schon am ersten Tag im Laden mit einer Rockergruppe an, welche aus Rache den Laden verwüsten. Zusätzlich kommt Keung noch der Mafia in die Quere, welche gerade in einen Diamantenraub verwickelt sind. 

2. Hintergrund

Nachdem Jackie Chan bereits 1980 mit dem Film „Die große Keilerei“ und Mitte der 80er mit „Der Protektor“ vergeblich versucht hatte auch im Westen erfolgreich zu werden, schaffte er mit Rumble in the Bronx endgültig den Durchbruch.

Nach den drei fehlgeschlagenen Versuchen Jackie Chans auch im Westen erfolgreich zu werden, hatte er es Anfang der 90er Jahre eigentlich aufgegeben. Mit Rumble in the Bronx wagte Jackie Chan seinen letzten Versuch. Die komplette Produktion, Regie sowie die Stunt-Choreographie ließ Jackie Chan dieses Mal aber nicht von Hollywood Spezialisten durchführen, sondern von Profis aus Hongkong.

Rumble in the Bronx sprung
Jackie springt über Abgrund

Um das Publikum im Westen anzusprechen achtete Jackie Chan darauf westlich aussehende Schauspieler zu besetzen. In den meisten Szenen sprachen die Schauspieler ihre Muttersprache. Im Nachgang wurden dann die Szenen nach Vertont. In der nicht nachsynchronisierten original Version des Films, welche auf der japanischen Warner R2 DVD zu finden ist, kann man Jackie Chan Kantonesisch und die Schauspieler von Danny und Nancy englisch sprechen hören.

Der Film wurde aus Kostengründen nicht in den USA, sondern in Kanada in der Stadt Vancouver gedreht. Zu Beginn der Dreharbeiten versuchte man nach aller Möglichkeit die Berge im Hintergrund nicht im Bild zu haben. Dieser Versuch wurde aber irgendwann aufgegeben und so kann man bei einigen Szenen welche in der Bronx spielen, Vancouvers Berge im Hintergrund sehen. Die Graffitis wurden nur für die Dreharbeiten an die Wände gespüht und über Nacht wieder entfernt.

Als finale Szene war eigentlich eine lange Kampfszene  geplant, diese konnte allerdings nicht gedreht werden da Jackie Chan sich während der Dreharbeiten den Fuß gebrochen hatte.

Um einige Szenen des Films mit dem Gips-Fuß von Jackie Chan zu drehen, wurde ihm eine Socke über den Gips gezogen, welcher wie ein Turnschuh bemalt war.

3. Rumble in the Bronx Filmkritik

Rumble in the Bronx ist, seitdem ich ihn das erste Mal gesehen habe, einer meiner absoluten Favoriten. Der Film spielt in der modernen Welt und ist von seiner Art eher westlich gehalten (schnellere Schnitte, härtere und brutalere Kämpfe und grellere Farben). Die Kämpfe im Film sind sehr gut und die Stunts von Jackie Chan sind absolut großartig.

Meiner Meinung nach darf dieser Film in keiner Sammlung fehlen.

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Ein Hongkong-Held im vermeintlichen New Yorker Stadtteil

Rumble in the Bronx schickt Jackie Chan als Keung nach New York, wo er an der Hochzeit seines Onkels teilnehmen und dessen kleinen Supermarkt unterstützen möchte. Aus einem Konflikt mit einer Straßengang wird eine größere Auseinandersetzung, als gestohlene Diamanten und ein skrupelloses Verbrechersyndikat ins Spiel kommen.

Gedreht wurde überwiegend in Vancouver. Berge im Hintergrund und kanadische Straßenzüge verraten den Drehort, obwohl der Film eindeutig die Bronx behauptet. Dieser sichtbare Bruch stört den Realismus, passt aber erstaunlich gut zum energiegeladenen Märchencharakter des Films: Die Stadt ist weniger echter Ort als großer Spielplatz für Jackie.

Keung als zugängliche Jackie-Chan-Figur

Keung ist höflich, hilfsbereit und zunächst bemüht, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Sobald Freunde oder Nachbarn bedroht werden, reagiert er kompromisslos. Diese einfache Motivation funktioniert international ohne viele kulturelle Erklärungen. Das Publikum versteht sofort, warum er kämpft und weshalb die Menschen im Viertel ihm zunehmend vertrauen.

Die Gangmitglieder sind anfangs karikaturhaft, erhalten später aber mehr Menschlichkeit, als ein größerer Gegner auftaucht. Nicht jede Wandlung ist glaubwürdig, doch die Verbindung aus Nachbarschaft, Ersatzfamilie und Underdog-Held gibt dem Film ein warmes Zentrum.

Supermarkt, Parkhaus und Hovercraft

Die Supermarktkämpfe nutzen Einkaufswagen, Regale, Flaschen und enge Gänge für schnelle Einfälle. Später verlagert sich die Action auf Dächer, Parkhäuser und Straßen. Jackie springt zwischen Gebäuden und Fahrzeugen, während die Kamera Höhe und Distanz klar zeigt. Die Stunts wirken deshalb nicht abstrakt, sondern unmittelbar gefährlich.

Während der Hovercraft-Sequenz verletzte sich Jackie am Fuß. Die Produktion arbeitete um die Verletzung herum, statt die gesamte Action zu stoppen. Das Finale mit dem riesigen Luftkissenfahrzeug ist bewusst überzogen und zerstörerisch. Es besitzt weniger feine Kampfchoreografie als Police Story, liefert dafür Bilder, die auch ohne Sprachkenntnisse funktionieren.

Warum Rumble in the Bronx für Hollywood so wichtig war

Der Film wurde in Nordamerika erfolgreich ausgewertet und machte einem breiten Publikum sichtbar, was Jackie in Hongkong längst perfektioniert hatte. Anders als frühere US-Projekte musste er seinen Stil nicht vollständig anpassen. Die internationale Vermarktung verkürzte und synchronisierte den Film, doch seine körperliche Identität blieb erkennbar.

Rumble in the Bronx ist nicht Jackies bestes Drehbuch und einige Figuren sind grob gezeichnet. Als reines Bewegungskino funktioniert er jedoch hervorragend. Der Erfolg bereitete den Boden für Rush Hour und seine spätere Hollywood-Karriere. Wer diesen Karriereschritt verstehen möchte, kommt an dem Film nicht vorbei.

Häufige Fragen zu Rumble in the Bronx

Wurde Rumble in the Bronx wirklich in New York gedreht?

Nein. Der Film entstand überwiegend in Vancouver, Kanada. Deshalb sind in manchen Einstellungen Berge zu sehen, die nicht zur New Yorker Bronx passen.

Welche Verletzung hatte Jackie Chan bei Rumble in the Bronx?

Jackie Chan verletzte sich während der Hovercraft-Dreharbeiten am Fuß beziehungsweise Knöchel. Die Produktion passte weitere Aufnahmen an die Verletzung an.