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1997 · Filmreview

Mr. Nice Guy

Ein Fernsehkoch gerät zufällig an ein belastendes Videoband und wird von Gangstern sowie einer Reporterin durch Melbourne gejagt.

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Cover zu Mr. Nice Guy
Bild: IMDb-Filmplakat

Jackie Chan als Fernsehkoch wider Willen

Mr. Nice Guy spielt in Melbourne und gibt Jackie eine bewusst harmlose Alltagsfigur. Fernsehkoch Jackie gerät zufällig an eine Reporterin, die belastendes Material über einen Drogenboss aufgenommen hat. Durch eine Verwechslung landet das Videoband bei ihm, worauf Gangster ihn, seine Freunde und seine Sendung ins Visier nehmen.

Die Handlung ist dünn, aber effizient. Jackie muss kein kompliziertes Ermittlungsziel verfolgen; er möchte lediglich Menschen schützen und aus einer Situation herauskommen, die ständig größer wird. Diese Underdog-Position passt gut zu seiner sympathischen Leinwandfigur.

Melbourne als großer Actionspielplatz

Regisseur Sammo Hung nutzt Straßen, Baustellen, Märkte und Einkaufsbereiche als klar erkennbare Schauplätze. Eine frühe Verfolgung über eine Baustelle verbindet Gerüste, Sägen und Höhenunterschiede. Die Gefahr entsteht aus realen Gegenständen, während Jackies Reaktionen immer neue kleine Gags erzeugen.

Auch die Kutschen- und Einkaufszentrumspassagen leben von praktischer Bewegung. Der Film erklärt selten lange, sondern setzt Jackie in Gang und lässt die Umgebung die nächste Idee liefern. Dadurch besitzt Mr. Nice Guy trotz einfacher Geschichte ein hohes Tempo.

Muldenkipper statt klassischem Schlussduell

Im Finale entscheidet nicht ein langer Kung-Fu-Kampf, sondern ein riesiger Muldenkipper. Jackie fährt durch das Anwesen des Gangsters und verwandelt die Kulisse in ein Trümmerfeld. Die Sequenz setzt auf reale Zerstörung und Maßstab, weniger auf die feine Choreografie eines Duells.

Das kann enttäuschen, wenn man einen Gegner auf dem Niveau von Benny Urquidez erwartet. Als komödiantische Eskalation passt es jedoch zur Geschichte: Der freundliche Koch, der nur in Ruhe gelassen werden wollte, zerstört am Ende buchstäblich die Welt seines Verfolgers.

Leichte Unterhaltung mit hohem Bewegungstempo

Mr. Nice Guy besitzt kaum tiefere Figuren und einige Bösewichte bleiben Karikaturen. Die Reporterin löst den Konflikt aus, erhält später aber weniger Einfluss. Als Drehbuch ist der Film funktional, nicht anspruchsvoll.

Seine Stärke liegt in der flüssigen praktischen Action und Jackies freundlicher Präsenz. Wer einen unkomplizierten 1990er-Jahre-Film mit vielen Stunts sucht, liegt richtig. Im Vergleich zu Crime Story ist er wesentlich leichter, im Vergleich zu Rumble in the Bronx etwas kleiner und verspielter.

Häufige Fragen zu Mr. Nice Guy

Wo wurde Mr. Nice Guy mit Jackie Chan gedreht?

Der Film entstand in Melbourne, Australien. Die Stadt und ihre Baustellen, Straßen sowie Einkaufsbereiche sind deutlich in die Action eingebunden.

Spielt Jackie Chan in Mr. Nice Guy wirklich einen Koch?

Ja. Seine Figur ist ein populärer Fernsehkoch, der durch ein vertauschtes Videoband unfreiwillig in einen Gangsterkonflikt gerät.