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1998 · Filmreview

Jackie Chan ist Nobody

Internationaler Titel: Who Am I?

Nach einem Hubschrauberabsturz verliert ein Spezialagent sein Gedächtnis. Seine Suche nach der eigenen Identität führt ihn von Afrika bis nach Rotterdam.

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Cover zu Jackie Chan ist Nobody
Bild: IMDb-Filmplakat

Agententhriller mit Identitätssuche

Jackie Chan ist Nobody heißt international Who Am I? und beginnt mit einer geheimen Militäroperation. Nach einem Hubschrauberabsturz überlebt Jackie als einziger, verliert jedoch sein Gedächtnis. Eine afrikanische Gemeinschaft nimmt ihn auf. Die Frage nach seinem Namen beantwortet er nur mit „Who am I?“ – eine Verwechslung, aus der seine neue Bezeichnung entsteht.

Die erste Hälfte ist ruhiger als viele Jackie-Filme. Seine Figur muss Sprache, Umgebung und eigene Fähigkeiten neu verstehen. Erst als Reporter, Geheimdienste und frühere Auftraggeber auftauchen, entwickelt sich die Geschichte zu einem internationalen Verschwörungsthriller.

Von Afrika nach Rotterdam

Der Wechsel der Schauplätze spiegelt die Suche nach Identität. In Afrika ist Jackie ohne Technik und politische Informationen auf Beobachtung angewiesen. In Europa wird er von Fahrzeugen, Computern, Firmen und Agenten umgeben, die scheinbar mehr über ihn wissen als er selbst.

Nicht jeder Handlungsschritt der Verschwörung ist überzeugend erklärt. Der Film braucht mehrere Informationsfiguren und wechselt seine Tonlage deutlich. Trotzdem trägt Jackies Verunsicherung die Geschichte. Er ist körperlich kompetent, kann aber niemandem sicher vertrauen.

Der Dachkampf auf der Willemswerf

Das Finale in Rotterdam gehört zu Jackies besten Actionsequenzen der 1990er-Jahre. Auf dem schrägen Dach des Willemswerf-Gebäudes kämpft er gegen zwei Gegner mit unterschiedlichen Stilen. Die Neigung der Fläche verändert Stand, Tempo und Fallrichtung. Jeder Schritt kann zum Abrutschen führen.

Die Choreografie bleibt klar und schnell. Jackie muss zwischen den Gegnern wechseln, ihre Stärken gegeneinander nutzen und gleichzeitig die Gebäudekante beachten. Der Kampf zeigt, wie ein architektonisches Merkmal eine komplette Sequenz bestimmen kann.

Der Fassadenrutsch und die heutige Wirkung

Nach dem Dachkampf rutscht Jackie an der schrägen Glasfassade hinunter. Die Kamera zeigt Höhe und Länge, bevor er startet. Der Stunt wirkt deshalb nicht nur gefährlich, sondern erzählerisch endgültig: Es gibt keinen einfachen Weg zurück.

Who Am I? ist in der Mitte etwas verwickelt und kombiniert mehr Ideen, als die Handlung vollständig ordnen kann. Das internationale Abenteuer, die verletzliche Hauptfigur und das außergewöhnliche Rotterdam-Finale machen den Film dennoch zu einem klaren Jackie-Klassiker. Wer praktische Höhenstunts sucht, findet hier einige seiner eindrucksvollsten Bilder.

Häufige Fragen zu Jackie Chan ist Nobody

Auf welchem Gebäude wurde der Dachkampf in Who Am I? gedreht?

Der berühmte Kampf entstand auf dem schrägen Dach des Willemswerf-Gebäudes in Rotterdam.

Warum heißt der Film Jackie Chan ist Nobody?

Jackies Figur verliert ihr Gedächtnis und kann ihren Namen nicht nennen. Aus seiner Frage „Who am I?“ entsteht die Bezeichnung, unter der er zunächst bekannt wird.