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1982 · Filmreview

Dragon Lord

1. Inhalt von Dragon Lord Dragon (Jackie Chan) ist der Sohn eines chinesischen Aristokraten. Er bringt sich ständig in Schwierigkeiten und schwänzt seinen Unterricht. Beim Versuch einem Mädchen einen Liebesbrief zu schicken, landet sei

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Cover zu Dragon Lord
Bild: IMDb-Filmplakat

1. Inhalt von Dragon Lord

Dragon (Jackie Chan) ist der Sohn eines chinesischen Aristokraten. Er bringt sich ständig in Schwierigkeiten und schwänzt seinen Unterricht. Beim Versuch einem Mädchen einen Liebesbrief zu schicken, landet sein Drachen auf dem Dach einer Gang von Antiquitätendieben. Dragon kann den Kriminellen nur knapp entkommen, ist aber im Zuge weiterer Verwicklungen gezwungen sich der Bande zu stellen und sie zu bekämpfen.

2. Hintergrund

Der Film überzog sein Budget deutlich und die Dreharbeiten nahmen doppelt so viel Zeit in Anspruch wie geplant. Aufgrund von Jackies Perfektionismus sollen beim Federfussballspiel über 2900 Takes gedreht worden sein. Diese Anzahl an Takes ist bis heute ein Weltrekord in der Filmbranche.

Beim ungeplanten Einsturz der Bambuspyramide in der Eröffnungsszene (siehe Beitragsbild) sollen von den 200 beteiligten Stuntmen über 90 verletzt worden sein.

In seinem Buch „I Am Jackie Chan“ beschreibt Jackie wie er sich während der Dreharbeiten das Kinn brach. Dadurch hatte er Probleme seine Zeilen zu sagen und Regieanweisungen zu geben.

Dragon Lord ist Jackies erster Film der Outtakes im Abspann hat. Dafür ließ er sich von dem Film Cannonball Run inspirieren. Seine späteren Filme beinhalten alle die Outtakes im Abspann.

3. Dragon Lord Filmkritik

Dragon Lord markiert einen Übergang von Jackies klassischen kleineren Komödien mit in erster Linie Zweikämpfen zu seinen aufwändigen Action spektakeln à la „Der Superfighter“. So finden sich in Dragon Lord bereits einige wirklich beeindruckende Sequenzen. Zu nennen sind hier eindeutig das direkt zu Anfang stattfindende Spiel rund um das Erklimmen einer riesigen Bambuspyramide. Des weiteren ein Federfußball spiel voller Tricks und Jackies brutaler Endkampf gegen den Gangboss.

Auf der anderen Seite gibt es auch ziemlich viel seichten Humor und die Story ist auch eher belanglos.

Aufgrund einiger herausragender Szenen und auch generell guter Action ist Dragon Lord für Martial Arts Freunde aber insgesamt durchaus empfehlenswert und für Jackie Fans sowieso ein Muss.

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Zwischen Jugendkomödie und Actionexperiment

Dragon Lord wirkt zunächst leichter und verspielter als Meister aller Klassen. Jackie spielt Dragon, einen wohlhabenden jungen Mann, der Unterricht und Verantwortung lieber ausweicht. Gemeinsam mit seinem Freund Cowboy gerät er durch Liebeswirren und einen gestohlenen historischen Gegenstand in einen Konflikt mit Schmugglern. Die eigentliche Kriminalhandlung setzt spät ein; vorher beobachtet der Film vor allem zwei unreife Freunde, die sich gegenseitig übertrumpfen wollen.

Gerade dieser lockere Aufbau macht den Film sympathisch, führt aber auch zu seinem größten Problem. Die einzelnen Episoden sind oft stärker als die Verbindung zwischen ihnen. Dragon Lord sucht sichtbar nach einer Form, in der Sport, Slapstick, Freundschaft und ernstere Action zusammenpassen. Nicht alles greift nahtlos ineinander, doch viele Ideen weisen bereits auf Projekt A voraus.

Sport als Grundlage der Choreografie

Die großen Mannschaftsszenen gehören zu den ungewöhnlichsten Passagen in Jackies Frühwerk. Ein Wettkampf mit einem Federball und eine turbulente Sequenz an einer Pyramide aus Spielern verwandeln Sportregeln in kontrolliertes Chaos. Statt eines einzelnen unbesiegbaren Kämpfers zeigt Jackie Gruppen, Laufwege, Kollisionen und Reaktionen. Die Komik entsteht aus präziser Organisation, obwohl alles spontan aussieht.

Diese Szenen erklären viel über seine Arbeitsweise. Jackie denkt Action nicht nur als Austausch von Schlägen, sondern als Bewegung im Raum. Jeder Gegenstand und jeder Mitspieler besitzt eine Funktion. Der Aufwand ist sichtbar, gleichzeitig bleibt die Situation für das Publikum verständlich. Genau diese Mischung aus Komplexität und Klarheit wurde später zu einer seiner größten Regiestärken.

Der harte Endkampf und die Stellung im Gesamtwerk

Im Finale kippt Dragon Lord deutlich ins Ernstere. Hwang In-shik gibt erneut einen körperlich überlegenen Gegner, gegen den Jackie kaum Land sieht. Stürze aus großer Höhe, harte Treffer und die Nutzung des Lagerhauses sorgen für eine rohe Wirkung. Der Wechsel von Jugendkomödie zu beinahe verzweifeltem Kampf ist nicht völlig harmonisch, macht das Ende aber eindrucksvoll.

Dragon Lord ist kein so geschlossenes Meisterwerk wie Police Story und nicht ganz so geradlinig wie Meister aller Klassen. Als Übergangsfilm ist er dafür besonders aufschlussreich. Er zeigt Jackie Chan beim Experimentieren mit großen Bewegungsabläufen, freundschaftlicher Komik und modernerer Action. Wer seine Entwicklung als Regisseur verstehen möchte, sollte diesen Film nicht überspringen.

Häufige Fragen zu Dragon Lord

Ist Dragon Lord eine Fortsetzung von Meister aller Klassen?

Dragon Lord wurde zeitweise als verwandtes Projekt wahrgenommen, erzählt aber eine eigenständige Geschichte. Stilistisch setzt Jackie Chan einige Ideen aus The Young Master fort.

Was ist das Besondere an den Sportszenen in Dragon Lord?

Jackie Chan choreografiert ganze Gruppen wie in einer Kampfszene. Laufwege, Stürze und Reaktionen werden zu einer Mischung aus Sport, Slapstick und präziser Action.