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1994 · Filmreview

Drunken Master II

Internationaler Titel: Drunken Master II

Wong Fei-hung gerät in einen Konflikt um gestohlene chinesische Kunstschätze und muss erneut den Stil des betrunkenen Boxens einsetzen.

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Cover zu Drunken Master II
Bild: IMDb-Filmplakat

Die Rückkehr zu Wong Fei-hung

Drunken Master II greift Jackie Chans berühmte Rolle als Wong Fei-hung viele Jahre nach Sie nannten ihn Knochenbrecher wieder auf. Die Geschichte ist keine direkte Fortsetzung im modernen Sinn. Wong gerät in einen Konflikt um chinesische Kulturgüter, die von ausländischen Geschäftsleuten außer Landes gebracht werden sollen.

Der Film verbindet patriotisches Historienabenteuer mit Familienkomödie. Wong möchte handeln, muss aber zugleich den strengen Vater respektieren und die Folgen seines betrunkenen Boxens kontrollieren. Dadurch besitzt die Kampfkunst eine erzählerische Funktion: Sie ist mächtig, aber mit Kontrollverlust und persönlicher Verantwortung verbunden.

Anita Mui als heimlicher Motor der Komödie

Anita Mui spielt Wongs temperamentvolle Stiefmutter und stiehlt zahlreiche Szenen. Sie unterstützt seine Abenteuer, erfindet Ausreden und bringt den strengen Familienalltag immer wieder aus dem Gleichgewicht. Ihr Timing ergänzt Jackies körperliche Komik, ohne lediglich auf seine Reaktionen angewiesen zu sein.

Die Familienpassagen geben dem Film Wärme und verhindern, dass die Handlung nur von Kampf zu Kampf springt. Einige Gags sind sehr breit, doch die Beziehung zwischen Wong, Vater und Stiefmutter schafft klare emotionale Einsätze. Wenn Wong später Grenzen überschreitet, hat sein Verhalten deshalb echte Konsequenzen.

Vom Kampf unter dem Zug zum Duell mit Ken Lo

Schon der frühe Kampf unter einem Zug zeigt die technische Klasse. Enge Höhe, Speere und rollende Waggons begrenzen jede Bewegung. Später folgen Auseinandersetzungen mit Bänken, Bambus und großen Gruppen. Die Choreografie steigert Schwierigkeit und Tempo, ohne die Körper im Schnitt zu verstecken.

Das lange Finale gegen Ken Lo ist der Höhepunkt. Los schnelle, peitschenartige Tritte zwingen Jackie zu ständigen Rhythmuswechseln. Wong wird zurückgedrängt, verbrennt sich und muss seine Technik unter extremem Druck neu einsetzen. Härte, Komik und Charakterentwicklung fließen in einem einzigen Kampf zusammen.

Ist Drunken Master II Jackie Chans bester Kung-Fu-Film?

Für diese Einschätzung gibt es gute Gründe. Der Film verbindet die respektlose Energie seiner frühen Werke mit der technischen Reife der 1990er-Jahre. Kamera, Gegner und Choreografie arbeiten auf höchstem Niveau. Gleichzeitig bleibt Wong Fei-hung eine Figur mit Fehlern statt einer bloßen Kampfmaschine.

Kleinere Tonprobleme und kulturell vereinfachte Konflikte verhindern keine klare Empfehlung. Wer Jackies traditionelle Kampfkunst sehen möchte, sollte Drunken Master II unbedingt kennen. International wurde der Film später auch als The Legend of Drunken Master veröffentlicht; bei Fassungen und Synchronisationen lohnt sich deshalb ein genauer Blick.

Häufige Fragen zu Drunken Master II

Muss man Drunken Master 1 vor Drunken Master II sehen?

Nein. Drunken Master II erzählt eine eigenständige Geschichte mit Wong Fei-hung. Kenntnisse des früheren Films sind hilfreich, aber nicht notwendig.

Wer ist Jackie Chans Gegner im Finale von Drunken Master II?

Im großen Schlusskampf tritt Jackie Chan gegen Ken Lo an, dessen extrem schnelle Tritte die Choreografie prägen.